Betriebsarten
Der Amateurfunk bietet eine
Vielfalt an unterschiedlichen Kommunikations- möglichkeiten. Die auf der Frequenz verwendeten
(technischen) Arbeitsweisen nennt man Betriebsarten. Von der ganzen Fülle an Betriebsarten seien an
dieser Stelle nur einmal die markantesten genannt:
Mehr Informationen zu sämtlichen Betriebsarten findet man im
ÖVSV Wiki.
Sprechfunk (Fonie)
Der Sprechfunk wird heute auf Kurzwelle (KW) und Ultrakurzwelle (UKW,
bei Fernverbindungen) fast immer in SSB-Modulation (Einseitenbandmodulation) abgewickelt. Für die
lokale und mobile Kommunikation auf UKW wird überwiegend FM (Frequenzmodulation) verwendet.
Sprechfunk stellt die wohl häufigste und zugleich bequemste Betriebsart im Amateurfunk dar.
Morsen, Tastfunk (Telegrafie, CW)
Tastfunk/Morsen wird in allen Frequenzbereichen verwendet. Telegrafie
stellt die einfachste und sicherste Kommunikationsmethode dar, da auch bei schlechten Verbindungen
der Ton der Zeichen (Punkt, Strich) immer noch einfacher hörbar ist als das gesprochene Wort.
Funkfernschreiben
Funkfernschreiben wird vorwiegend auf Kurzwelle durchgeführt. Dazu
werden Computer mit einem speziellen Modem oder einer einfachen Soundkarte verwendet. Als derzeit
modernste Art des Fernschreibens wird weltweit PACTOR verwendet (ein von Funkamateuren
"erfundenes", fehlerkorrigierendes Übermittlungsverfahren, welches auch im kommerziellen Bereich
eingesetzt wird). Unter anderem werden auch noch RTTY, AMTOR, PSK und andere digitale Betriebsarten
auf den Kurzwellenbändern eingesetzt.
Amateurfunk-Fernsehen (ATV, SSTV)
Das SSTV- (Slow Scan TV) System wird vorwiegend auf Kurzwelle
verwendet und überträgt im Prinzip nur stehende Bilder (Fotos). Diese Betriebsart ist mit fast
jedem Computer mit eingebauter Soundkarte möglich.
ATV hingegen ist nahezu gleichwertig mit dem, was man vom Fernsehen
her kennt. Für ATV werden wegen der großen Übertragungsbandbreite eines ATV-Signales nur die
höheren Amateurfrequenzbänder genutzt. Mit einem einfachen Satellitenempfänger können Sie bereits
ATV-Sendungen empfangen. Für weitere Informationen steht Ihnen das
ATV-Referat des ÖVSV
zur Verfügung.
Faximile (FAX)
Wie beim Funkfernschreiben wird beim FAX ein Computer als Endgerät
verwendet. Mit Modems oder Soundkarten und hochauflösenden Bildschirmen können gestochen scharfe
Bilder übertragen werden.
Datenübertragung (Packet Radio)
In der Betriebsart Packet Radio können Funkamateure mittels ihrer PCs
rasch Nachrichten, Programme und Bilder austauschen.
In Österreich gibt es zahlreiche Packet Radio Netzknoten, welche
untereinander verbunden sind. So kann man Amateurfunk-Nachrichten in ganz Österreich und in
weiterer Folge in die ganze Welt verschicken. Mailboxen speichern die Nachrichten oder
Programme und schicken sie automatisch weiter, ähnlich der Funktionsweise des Internets. Die
Datenrate reicht hier je nach verfügbarem Netzknoten bis zu einigen MBit/s.
Für diese Betriebsart steht Ihnen unser
Referat für digitale
Kommunikation zur Verfügung. Im Abschnitt
Download finden Sie
ebenfalls stets aktuelle Informationen zu diesem Thema.
Weitere Betriebsarten sind bspw.
Satellitenfunkverkehr, EME (Erde-Mond-Erde Verbindungen) oder
Meteorscatter. Darüber hinaus ist der Amateurfunk ein
technisch experimenteller Funkdienst, weshalb es an dieser Stelle keinen abschließenden Punkt geben
kann.
Eine weitere nette Betätigung ist das
Funkpeilen (ARDF)
Beim
Funkpeilsport (ARDF -
Amateur Radio Direction Finding) sucht man mit leichten, tragbaren Empfängern einige Sender, die im
bewaldeten Gelände ausgelegt worden sind. Schnell entwickelt man dabei ein Gespür für die
Ausbreitung von Funkwellen. Mit Hilfe des Peilempfängers kann man die Richtung des gesuchten
Senders bestimmen und durch geschickte Handhabung von Karte und Kompass den kürzesten Weg zum
Standort finden. Neben dem technischen Verständnis für den Umgang mit dem Peilempfänger sind auch
eine gute läuferische Kondition und Orientierungssinn gefragt.
Für weitere Fragen und Informationen steht Ihnen das
ARDF-Referat im ÖVSV
zur Verfügung.
|